| Geschichte |
|
Das von dem Architekten Holzmann entworfene jüdische Gotteshaus lehnte sich in Stil und Grundform an die nur wenige Jahre zuvor entstandenen Synagogen in Karlsruhe und Bruchsal an. 1931 wurde im Rahmen umfassender Modernisierungsmaßnahmen eine neue Orgel eingebaut, die in November 1936 ebenso wie mehrere Torarollen durch Brandstiftung zu Schaden kam. Während dieser Brand aber noch rechtzeitig gelöscht werden konnte, sorgte die SS während der Reichspogromnacht für die vollständige Zerstörung des Gotteshauses, an das heute nur noch eine Gedenktafel erinnert.
|

In der Mitte des 15. Jahrhundert endete die mittelalterliche Judengemeinde in Konstanz. Erst das Inkrafttreten des Emanzipationsgesetzes vom 15.10.1862, das den Juden die volle Handels- und Gewerbefreiheit in allen badischen Gemeinden garantierte, brachte den Neuanfang jüdischen Lebens in Konstanz. Die Zahl der Gemeindemitglieder wuchs rasch.